Wer sich für einen Kaminofen entscheidet, stellt vorher keine Kosten-Nutzen-Rechnung auf. Die unvergleichliche Wärme, die ein Kaminofen spendet, der Blick ins flackernde Feuer und die gemütliche Atmosphäre sind es, die man sich mit einem Holzofen ins Wohnzimmer holen möchte. Dass das auch ökologisch sinnvoll sein kann, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

Als nachwachsender Rohstoff zählt Holz zu den erneuerbaren Energien und ist beim Verbrennen nahezu Klimaneutral. Voraussetzung dafür ist, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Wer sein Brennholz aus der näheren Umgebung bezieht, kann davon in aller Regel ausgehen, denn in Deutschland wird weniger Holz genutzt, als nachwächst.

Dass die immerhin 14 Millionen Einzelfeuerstätten in Deutschland in den letzten Jahren trotzdem in die Kritik gekommen sind, liegt an ihren Feinstaub- und Kohlenmonoxid Emissionen. Um diese einzuschränken, müssen neue Öfen daher seit 2010 strenge Grenzwerte einhalten. Dies muss bereits bei der vorgeschriebenen Typprüfung nachgewiesen werden. So ist gewährleistet, dass die im Handel erhältlichen neuen Geräte den Vorschriften auf jeden Fall entsprechen. Vorhandene Öfen, die die Grenzwerte nicht einhalten, müssen nach und nach ausgetauscht oder mit einem Feinstaubfilter nachgerüstet werden. Je nach Alter gelten dabei großzügige Übergangsfristen bis längstens 2024.